Meinungsforum der Hanse 370


Bitte nutzen Sie diese Plattform, um anderen Segelkameraden bei der Auswahl der richtigen Yacht zu helfen! Was ist Ihnen bei der Hanse 370 "Mattis" in aufgefallen? Hat sie besondere Segeleigenschaften, hat sie viel Platz, sind die Kojen bequem?

Schreiben Sie Ihre Meinung – das ist für uns und vor allem für viele andere Crews sehr wichtig!

Kommentar von Karsten Brüning |

Mit der Hanse ,,Mattis,, haben wir ein gut segelndes , funktionales Schiff genießen können.
Verbesserungswürdig ist die Bedienung der Rollfock. Sehr schwergängig.
Der Salontisch ist anzupassen. Die Koje ist nicht gut nutzbar.
Die Bordtoilette ist sehr laut aber funktioniert.

Sehr postitiv ist der Kühlschrank. Die Kapazität (wir kochen an Bord) und die zweite Zugiffsmöglichkeit ist perfekt.

Die Segeleigenschaften sind sowohl bei leichtem Wind als auch bei Starkwind gut.

Rundherum ein gut brauchbares Schiff Die Abnutzungen entsprechen dem Alter (Charterschiff!) und schlagen sich ja auch positiv in den Charterkosten nieder...Die Crew würde das Schiff wieder nehmen.

Karsten Brüning

Kommentar von Uwe Gehringer |

Scary Mary - 26.08.-08.09.2017:
über die Vorteile der Hanse 370 und vor allem auch Ihrem nicht wirklich segelgeeigneten Innenausbau wurde ja schon viel geschrieben. Den fehlenden Kartentisch haben wir erfolgreich durch eine Antirutsch Tepichunterlage auf dem Salontisch gelöst. Hat super gehalten. Die fehlenden Griffe unter Deck sind bei Welle und Lage wirklich lästig und eher was für sportliche Segler.
Positiv ist uns der für das Alter der Yacht – Scary Mary – sehr gute Zustand aufgefallen. Von außen wohl neu poliert und auch unter Deck alle sauber und in Ordnung. Lob an Ecosail in Heiligenhafen. Nach guten aber durchaus etwas angegrauten Yachten in den letzten Jahren hat es auch mal Spaß gemacht eines der schönsten Boote im Hafen zu haben.
Die Segeleigenschaften sind gut und so konnten wir die Geschwindigkeit vor allem bei stärkerem Wind nutzen um über Bornholm bis nach Schweden zu segeln. Die „große“ Genua könnte bei schwachem Wind durchaus noch deutlich größer sein, die Selbstwendfock durfte in der Backskiste bleiben. Wir hatten viel raumer Wind mit 4-6 Bft. und hoher Welle und an den letzten Tagen 6-7 Bft. – die Hanse war immer gut zu segeln, der Ruderdruck angenehm.
Nachdem wir nur eine 3 Mann Crew waren hatten wir auch ein großzügiges Platzangebot und haben die 2 Wochen mit der Scary Mary genossen.
Ausgangshafen Greifswald wirklich schön und der Service war einwandfrei. Die Fahrt durch die Klappbrücke kostet etwas Zeit ist aber auch ein Erlebnis aus dem letzten Jahrhundert.
Ein toller Törn.

Kommentar von Thorsten Bösert |

Die Segeleigenschaften der Hanse 370 sind hervorragend. Selbst 25 Knoten und weit mehr Wind waren kein Problem. Für Anlegemanöver bei Starkwind ist die Schraubenleistung zu gering. Die Verteilung der Stauräume ist nicht optimal genutzt und der Stauplan daher umständlich. Eine separate Windanzeige am Steuer wäre wünschenswert gewesen. Die Mittelklampen wurden vermisst. Alles in allem aber eine schöne Segelwoche und der Service bei Ecosail Flensburg lobenswert.

Kommentar von Alexander Feilke |

Die Hanse 370e Silly Jilly ist ein schnelles Schiff, das sich gut segeln läßt.
Das fehlende Bugstrahlruder haben wir nicht vermisst.
Wohl aber Stauraum für unsere Lebensmittel. Für einen Zweiwochentörn, bei dem man vorher einkauft, ist der Platz viel zu knapp bemessen.
Vermisst haben wir auch die Mittelklampen... Da wurde am falschen Ende gespart.
Der Service von Eco Sails Heiligenhafen war wie immer vorbildlich.
Das Wetter war super und die Mängel eher nebensächlich.
Da das Segeln mit der Hanse richtig Spaß macht.

Kommentar von Eberhard Wünn |

Jolly Molly am WE 7.-9.7.2017
EcoSail Basis in Marina Sonwik: freundlich, kompetent, zeitnah. *****
Yacht: sauber, Toilette müffelte etwas
****
Ausstattung: Groß, Fock und Genua i.O., Windbändsel o.k.
Rigg i.O., saubere Fender, Reserveleinen und Bändsel vorhanden
Motor u. Ruderanlage: gut, bzw. kein Spiel
Unter Deck: saubere Matratzen und Polster, selbst "Sofakissen" an Bord,
Kajütboden ohne Knarren
*****
Segeleigenschaften: sehr gut, ein wirklich schnelles Schiff (wir waren mit einer 40er Bav. und einer 44er Hanse unterwegs, mussten stets "bremsen) ***** + *

Verbesserungen:
- Cockpittisch, steht schräg
- el. Ankerspill, blockiert in Betrieb
- Kartentisch: wurde vermisst
- Travellerleinen zu kurz, Curryklemmen "stumpf",
****
Gesamt: *****

Kommentar von Ulrich Flöttmann-Schubert |

Ich habe - gewissermaßen im Auftrag der gesamten Crew - den Törn / das Schiff mit "mangelhaft" bewertet.
Ich will das genauer machen:
• Der Service von ecosail war - wie immer - vorbildlich!

• Das Schiff als solches (8 Jahre alt) war in entsprechend leicht "angegrautem" Zustand, aber soweit ok. Kleinere Mängel konnten vor Ort behoben werden bzw. wurden zum Törnende bekannt gegeben.

• Segeleigenschaften des Schiffs sind für unsere Zwecke hervorragend gewesen; der Motor war astrein, leise, ruhig und beständig.

• Die Kritik bezieht sich hauptsächlich auf die Bequemlichkeit: Das Schiff wird angeboten mit 7 Kojen, wobei zwei Schlafplätze im Bug, 2x2 Plätze im Heck und ein Platz im Salon vorgesehen sind. Wir waren zu sechs Personen, so daß die Bug- und Heckplätze belegt wurden. Bugplätze sehr gut. Heckplätze Katastrophe! Es handelt sich hier um Nischen von ausreichender Tiefe, aber klaustrophobieauslösender Höhe. Über den jeweiligen Liegen zur Mitte hin ist die Deckenhöhe ca 70cm! Wenn man drin liegt, nur noch ...(kann man sich ausrechnen anhand seines eigenen Leibesumfangs). Die Liegen an der Steuerbord- bzw Backbordseite haben zwar eine größere lichte Höhe (sie liegen direkt unter den Sitzflächen im Außenbereich), aber die Matratzen sind jeweils so geschnitten, daß sie sich an der Bootsausenseite hochziehen. Die Person, die dort liegen muß, rollt also nächtens gelegentlich auf den Partner in der Mitte herunter. Wer will denn sowas!!? Es sei denn.....
Der Einstieg in diese Katakomben ist eigentlich nur wirklich gelenkigen Youngstern möglich. Es gibt keine Haltegriffe, man muß sich u.U. rückwärts im Vierfüßlerstand "einfädeln". Falls einer von beiden früher schlafen geht, wird er durch die Einfädelaktion des Partners mit Sicherheit geweckt.
Ich habe versucht, eine Nacht im Salon zu schlafen, um die Kojenproblemtik etwas zu entschärfen. Fazit: ebenfalls Katastrophe! Zwar ist der Salontisch absenkbar und sind die Rückenlehnen der Sitzbänke abnehmbar, aber die Liegefläche beträgt dann auch nur noch ca 60cm. Das Absenken des Tisches ist absolut widersinnig, weil er dann letztlich immer noch höher ist als das Niveau der Polster. D.h., daß ich nachts die Tischkante im Kreuz hatte oder am Knie - bei jedem Umdrehen! An Schlaf ist nur zu denken, wenn man permanent auf dem Rücken liegen kann.
Man könnte dieses Problem lösen, indem man dafür sorgt, daß die Tischoberkante soweit abgesenkt werden kann, daß sie mit der Oberkante der Holzsitzfläche der Sitze fluchtet. Dann kann man evtl. die Sitzpolster der gegenüberliegende Seite auflegen und bekommt eine größere Liegefläche ohne Holz im Rücken.
Fazit: das Schiff ist eigentlich nur für 4 Personen einigermaßen bequem zu nutzen.

• Der kleine ausklappbare Tisch am Ruderstand hat die Eigenschaft, daß jeder Gegenstand bei leichter Schräglage des Schiffes ins Rutschen gerät, auch im Hafen! Ein aufgelegtes Handtuch brachte Abhilfe. Es wäre wünschenswert, wenn vom Veranstalter obligatorisch eine kleine, paßgerecht geschnittene Gummimatte o.ä. zur Verfügung gestellt würde.

• Zur Bequemlichkeit während des Segelns selbst und auch während der Pausen im Hafen wäre es angebracht, wenn für die harten Außensitze sitz- und Rückenpolster zur Verfügung ständen. Oft genug werden ja die Boote von älteren Menschen - wie uns - gechartert, denen es wenig Spaß macht, stundenlang auf Holzbänken zu sitzen.

Ich hoffe, daß die eine oder andere Anregung aufgenommen werden kann.

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